Wir alle kennen die lang anhaltenden Auswirkungen des CO2-Anstiegs auf das globale Klima. Daneben bilden Aerosolpartikel einen weiteren bedeutenden, wenn auch kurzlebigen, Einflussfaktor auf die Strahlungsbilanz der Erde (Abbildung 1). Neben diesem und anderen Spurengasen haben auch Aerosole erheblichen Auswirkungen auf die Strahlungsbilanz der Erde. Sie können Sonnenlicht entweder direkt streuen oder absorbieren, und sie fungieren als Wolkenkeime. Der Regen wäsche sie aus der Atmosphäre, und Gischt, technischen und biologischen Quellen (Abbildung 2) und Vulkanausbrüche (Abbildung 3) liefern ständig neue Aerosole. In dicht bevölkerten Regionen ist menschliche Aktivität oft die signifikanteste Quelle. Aerosole können das Klima der Erde sowohl erwärmen als auch abkühlen, da sie sich auf den Strahlungshaushalt von kurzwelligen und langwelligen Strahlen auswirken (vgl. Abbildung 1). Daher ist es sehr wichtig zu ergründen, wie diese Auswirkung menschlicher Aktivität das Klima der Erde beeinflusst und wie sich der Klimawandel in Zukunft vor dem Hintergrund reduzierter menschlicher Emissionen entwickeln könnte.
Abbildung 3. William Turners Gemälde “Fighting Temeraire” aus dem Jahr 1838, kurz nach der Eruption des Tambora 1815.
Quelle: siehe Seite 10 in [3].
Abbildung 1. Beitrag von kurzwelliger (oben) und langwelliger (unten) Strahlung zur Wärmebilanz der Erde.
Quellen: Tafeln (a) und (b) von Abb 7.7 aus [1].
Abbildung 2. Beispiele von atmosphärischen Teilchen und Bio-Aerosolen. Quelle: Abb. 1 aus [2].
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Der Vortrag wird aktuelle Forschung zur Wechselwirkung von Aerosolen und dem Klimasystem beleuchten, und ausgehend davon werden wir die Herausforderungen des Klimawandels in einer größeren Perspektive beleuchten.
Vortrag am 13. November 2025 — Ringvorlesung in Winter Term 2025/26